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Oh Sheet!Oh Sheet!
Unsere Lieferkette: Vom Rohstoff bis zu deinem Po.

Unsere Lieferkette: Vom Rohstoff bis zu deinem Po.

Hast du dich schon mal gefragt, woher dein WC-Papier eigentlich kommt?

Wahrscheinlich nicht. Verständlich. Schliesslich ist WC-Papier nicht gerade das spannendste Gesprächsthema. Aber hinter jeder Rolle steckt eine ziemlich lange Reise – vom Rohstoff über die Verarbeitung bis zu deinem Badezimmer.

Wir finden, du solltest wissen, wer unsere Produkte herstellt, woher die Materialien stammen und was unterwegs mit ihnen passiert.

Deshalb machen wir unsere Lieferkette transparent. Ohne unnötiges Blabla.

1. Unser Recyclingpapier: Recuperacions Auladell, Spanien

Standort: Girona, Spanien

Manchmal ist der beste Rohstoff einer, den es bereits gibt.

Für unser Recycling-WC-Papier setzen wir auf wiedergewonnene Papierfasern. Diese stammen unter anderem von unserem Lieferanten Recuperacions Auladell, einem Recyclingunternehmen aus Girona.

Das Unternehmen sammelt und verarbeitet gebrauchte Kartonagen und Kraftpapier, die anschliessend für die Herstellung neuer Papierprodukte eingesetzt werden.

Dabei kommen automatisierte, solarbetriebene Sortieranlagen und elektrisch betriebene Kräne zum Einsatz. Nach dem Sortieren wird das Material gepresst und für den Transport zur Papierfabrik vorbereitet.

Das Besondere: Die Recyclingmaterialien werden im Umkreis von rund 85 Kilometern um die Papierfabrik gesammelt. So bleiben die Beschaffungswege vergleichsweise kurz.

Statt neue Holzfasern zu verwenden, geben wir bereits genutztem Papier eine zweite Chance.

Aus alt wird neu. Und aus vermeintlichem Abfall ziemlich gutes WC-Papier.

2. Unser Bambuslieferant: Taison, China

Standort: Guizhou, China

Bambus ist ein ziemlich beeindruckender Rohstoff. Er wächst schnell, kann nach der Ernte wieder austreiben und benötigt bei geeigneter Bewirtschaftung keine regelmässige Neupflanzung.

Einer unserer Bambuszellstofflieferanten ist Taison in der chinesischen Provinz Guizhou.

Das Unternehmen gehört zu den grossen Bambuszellstoffherstellern der Welt und verarbeitet Bambus aus der Region zu Zellstoff für Papierprodukte.

Der Bambus wird unter anderem von lokalen Landwirten bezogen, die ihn in ihren eigenen Bambusbeständen ernten. Laut den veröffentlichten Lieferanteninformationen erfolgt der Anbau ohne zusätzliche Pestizide und Düngemittel.

Auch bei der Verarbeitung werden Reststoffe genutzt: Beispielsweise kann die sogenannte Schwarzlauge, ein Nebenprodukt der Zellstoffherstellung, zur Energiegewinnung eingesetzt werden.

Der von uns eingesetzte Bambus stammt aus FSC-zertifizierter Beschaffung.

3. Unser Bambuslieferant: Chengdu Qingya Paper Co., China

Standort: Sichuan, China

Ein weiterer Partner in unserer Bambuslieferkette ist Chengdu Qingya Paper Co. in Sichuan.

Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und ist auf die Verarbeitung von Bambus zu Papier- und Zellstoffprodukten spezialisiert.

Chengdu Qingya verfügt über eigene Bambusanbauflächen und begleitet mehrere Schritte der Verarbeitung selbst: vom geernteten Bambus über den Zellstoff bis zum getrockneten Zellstoffprodukt.

Laut Unternehmensangaben wird der Bambus ohne Pestizide und Düngemittel angebaut. Er erreicht bereits nach wenigen Jahren seine nutzbare Grösse und kann aus seinem bestehenden Wurzelsystem erneut austreiben.

Auch dieser Bambus wird für unsere FSC-zertifizierte Beschaffung eingesetzt.

Warum zwei Bambuslieferanten?

Weil eine verantwortungsvolle Lieferkette nicht nur von einem Rohstoff abhängt, sondern auch von zuverlässigen Partnern, nachvollziehbarer Herkunft und geeigneten Qualitätsstandards.

4. Von China nach Spanien: Der Weg unserer Bambusfasern

Hier wird es etwas komplizierter. Denn auch schnell nachwachsender Bambus muss erst einmal zu uns gelangen.

Der Bambuszellstoff unserer beiden Lieferanten wird in China hergestellt und anschliessend nach Europa transportiert.

So sieht der Transportweg aus:

  • Taison: Guizhou → Hafen Chongqing → Seetransport nach Barcelona → Girona

  • Chengdu Qingya: Sichuan → Hafen Yantian → Seetransport nach Barcelona → Girona

Vom Hafen Barcelona gelangt der Zellstoff auf dem Landweg zu unserem Produktionspartner LC Paper.

Natürlich verursacht dieser Transport Emissionen. Das verschweigen wir auch nicht.

Deshalb betrachten wir nicht nur, wie schnell ein Rohstoff nachwächst, sondern auch, wie er verarbeitet und transportiert wird. Denn erst die gesamte Lieferkette zeigt, welche Umweltwirkungen ein Produkt tatsächlich hat.

5. Unsere Papierfabrik: LC Paper, Spanien

Standort: Girona, Spanien

Jetzt wird aus den Rohstoffen endlich das, worum es eigentlich geht: WC-Papier.

Unsere Papierprodukte werden von LC Paper in Girona hergestellt. Das Familienunternehmen produziert bereits seit 1881 Papier und wird heute in fünfter Generation geführt.

LC Paper verbindet langjährige Erfahrung mit modernen Technologien, um den Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Papierherstellung zu reduzieren.

Einige Beispiele:

Erneuerbare Energie

Unsere Papierprodukte werden mit 100 % erneuerbarer Energie produziert. LC Paper nutzt unter anderem Solarenergie und Biomasse.

Mehr als 8'000 Solarpanels

Solaranlagen tragen zur Energieversorgung des Standorts bei. Zusätzlich wird Biomasse aus regionalen Reststoffen zur Energiegewinnung eingesetzt.

Intelligente Wärmenutzung

LC Paper setzt innovative Verfahren zur Wärmerückgewinnung ein, um Wärmeverluste und unnötigen Energieverbrauch zu reduzieren.

B Corp-Zertifizierung

Unser Produktionspartner ist als B Corporation zertifiziert. Diese Zertifizierung bezieht sich auf LC Paper als Unternehmen und dessen soziale und ökologische Unternehmensführung.

Für uns ist die Wahl unseres Produktionspartners entscheidend. Denn es macht einen Unterschied, ob ein Produkt nur aus einem alternativen Rohstoff besteht oder ob auch bei seiner Herstellung auf Ressourcen und Energie geachtet wird.

6. Von Spanien bis zu deiner Haustür

Nach der Herstellung werden unsere fertigen Produkte verpackt und von Spanien in die Schweiz transportiert.

Von unserem Schweizer Logistiklager aus gelangen sie anschliessend direkt zu dir nach Hause.

Auch hier entstehen Emissionen – durch Transporte, Lagerung und die Zustellung.

Wir betrachten diese Schritte deshalb als Teil unserer Verantwortung und wollen die Auswirkungen unserer Logistik besser verstehen und, wo möglich, reduzieren.

7. Warum wir unsere Lieferkette offenlegen

Wir finden, Transparenz sollte selbstverständlich sein.

Deshalb nennen wir unsere Lieferanten, zeigen, wo unsere Rohstoffe herkommen, und erklären, wie unsere Produkte hergestellt werden.

Dabei wissen wir auch: Kein Herstellungsprozess ist vollkommen ohne Auswirkungen auf die Umwelt.

Bambus muss verarbeitet und transportiert werden. Recyclingpapier benötigt Energie und Wasser. Und auch unsere fertigen Produkte müssen irgendwie zu dir gelangen.

Unser Ziel ist deshalb nicht, Perfektion zu versprechen. Sondern Entscheidungen nachvollziehbar zu machen und Schritt für Schritt besser zu werden.

Denn guter Scheiss beginnt lange vor dem ersten Wisch.